Elektrosmogauswirkungen unter Wissenschaftlern umstritten
Elektrosmog ist ein immer wieder heiß diskutiertes Thema in der Öffentlichkeit. Es spaltet die Gesellschaft in gleichgültige Dulder und eine kleine Gruppe vehementer Gegner, von denen manche für sich in Anspruch nehmen durch Elektrosmog irreparable gesundheitliche Schäden erlitten zu haben. Dass es Elektrosmog gibt, ist unbestritten. Umgangssprachlich bezeichnet dieser Begriff die Gesamtheit aller elektrischer, elektromagnetischer und magnetischer Felder im Umkreis oder zwischen elektrischen Anlagen, wie zum Beispiel Umspannwerken oder Sendemasten. Beweise für die biologische Wirkung dieser Felder auf den Menschen konnten bisher nicht erbracht werden. Dennoch scheint es Menschen zu geben, die elektrosensibel sind oder dies zumindest behaupten.
Üblicherweise handelt es sich dabei um Wellen und Teilchen, was andere Strahlen mit biologischer Wirkung ausschließt. Aber auch Entladungsvorgänge an Hochspannungsleitungen und Blitze mit einer ionisierenden Wirkung zählen zum Elektrosmog. Der Begriff Elektrosmog wird im abwertenden Sinne gebraucht. Er benennt eine überhöhte „Konzentration” der oben angeführten Strahlen, Wellen oder Felder mit möglicherweise schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen. Zwar wird eine Wirkung nicht grundsätzlich ausgeschlossen, denn magnetische Strahlen haben einen Einfluss auf die Ausrichtung anderer Felder, eine unmittelbare Gefährdung der Gesundheit konnte bisher aber in keinem Fall belegt werden.
Auch Versicherungen erkennen Krankheiten, die durch Elektrosmog verursacht sein sollen nicht an, weshalb es auch keine entsprechenden Regelungen oder Therapien gibt, denen eine solche Anerkennung zugrunde liegt. Wer dennoch skeptisch ist oder eine derartige Überempfindlichkeit spürt, sollte sich einzelne Räume schaffen, die frei sind von elektrischen Geräten oder Leitungen, mag dies das Badezimmer sein oder andere Räume eines Hauses. Es gibt auch andere Räume, die sich ohne Einschränkungen frei halten lassen, wenn dies nötig sein sollte. Allerdings ist es auch besser, sich fachlichen Rat zu holen, denn wahrscheinlicher sind bei einer derartigen Überempfindlichkeit vielfältige Ursachen.